Bärlauch duftet knoblauchig, doch Maiglöckchen warnt; Fichtentriebe sind weich und zitronig; Steinpilze tragen sattbraune Kappen, ihre Röhren bleiben weißlich; Holunderblüten verströmen Sommer. An der Küste würzt salzige Melde, im Hügelland wächst wilder Oregano. Ein Bestimmungsbuch, lokale Kurse und Begleitung erfahrener Sammlerinnen machen Neugier sicher, Entdeckung verantwortungsvoll und jeden Fund zu verdientem Glück.
Triglav-Nationalpark und Naturschutzgebiete laden zum Staunen ein, nicht zum Plündern. Mengenbegrenzungen verhindern Gier, Körbe lassen Sporen fallen, Plastiktüten ersticken Pilze. Manche Arten sind geschützt, einige Wege gesperrt, gerade nach Regenrückfällen. Informiere dich im lokalen Tourismusbüro, frage Ranger, trage feste Schuhe, nimm nichts mit, was du nicht sicher kennst, und hinterlasse nur sanfte Fußabdrücke.
Kurz nach Sonnenaufgang führte uns ein alter Forstwirt in eine Lichtung, wo Spinnweben wie Silberfäden hingen. Er roch an Moos, blieb still, zeigte schließlich auf einen Steinpilz, groß wie eine Hand. Wir ließen kleinere stehen, teilten Tee aus der Flasche, hörten Geschichten von Stürmen, Dürre, Erholung. Heimwärts wog ein leichter Korb, doch das Herz war schwer vor Staunen.